Irmtraud Mair zum 8. März
Irmtraud hatte wohl eine Vorahnung, als sie im März 2019 sagte: „Man muass eppes tian, bevor wieder der Kriag kimp“.
Irmtraud Mair, inzwischen 84 Jahre alt, war der Kopf der „Frauen für den Frieden“ in Südtirol in den 1980er Jahren. Die immer noch kämpferische Pazifistin hat ein sehr bewegtes Leben hinter sich und lebt seit Jahren in Dortmund. Sie ist ein Optantenkind und verlor ihren Vater im Zweiten Weltkrieg. Sie weiß, was Krieg ist.
Irmtraud schrieb uns in diesen Tagen folgenden Brief:
„In einem Bombenkrieg gibt es weder Sieger noch Besiegte“, formulierte der unbeabsichtigte Mitverursacher des Rüstungswettlaufes Otto Hahn.
Für einen solchen Krieg rüsten, heißt menschlich krank sein, schrieb Anton Kimpfler 1982. Vernunftgründe vermögen nicht zu heilen.
Meine Gedanken zu diesem aufrüttelnden 8.März 2026 schreibe ich auf ein Blatt Papier und in den Äther, dankbar den Frauen der letzten hundert Jahre, die mir heute ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht haben.
Die schönste Frucht der Frauenbewegung ist für mich das Universal Basic Income, UBI, des Inselstaates Marshal Islands im Pazifik. Die Klima-Aktivistin Dr. Hilda Heine hat sofort nach ihrer Wahl zur Präsidentin das Grundeinkommen implementiert, genannt UBI.
Dass dieser Friedensfunke nicht verlöscht, nicht den Silicon-Valley-Milliardären zum Opfer fällt oder dem Kalkül des Machthabers aus Peking ist auch unsere Verantwortung, ihr Frauen von Europa! Jedes anerkennende Wort das hildaheine@gmail.com aus Europa bekommt, ist Luft unter ihre Flügel. Dazu gibt es das Internet!
Ach, wäre doch ein Land in Europa zum Pilotprojekt geworden, durch eine Partei mit dem „C“ im Namen oder ein beispielgebendes Land wie die Schweiz, die sich im Zweiten Weltkrieg durch die klugen Taten des Oberbefehlshabers Guisan den Einmarsch Hitlers in die Schweiz vereitelt hat. Die Historikerinnen, die sich in Machpositionen gedrängt haben, bringen nur Spott für ihn auf. Um was es sich beim Rütli-Rapport handelt, beim Kartoffelacker vor dem Parlament in Bern, bei der Anhebung der Mindestlöhne, alles Verteidigungsmaßnahmen, erfahren wir nur mehr aus dem Mund der letzten Zeitzeuginnen.
Wir Frauen von Europa, wir sind nicht ohnmächtig. Wir haben eine starke Waffe, um sie für Abrüstung und friedliches Zusammenleben einzusetzen. Es ist die Ode an die Freude, die die Quintessenz des Evangeliums enthält:
„Alle Menschen werden Brüder!“
Rümpft nicht eure Nasen, ihr Frauen! Brüderlichkeit ist mehr als Geschwisterlichkeit. Es bedeutet einstehen für Menschen, egal ob männlich oder weiblich. Und UBI ist der kleinste gemeinsame Nenner, der Strang, an dem wir alle das Schiff Europa aus der Gefahrenzone ziehen können. „Ubi caritas at amor, ibi Deus est!“


