Große Denkerinnen im Fokus
Die Philosophie ist eine männlich geprägte Welt. Dabei gab es seit ihren Anfängen bedeutende Frauen, die starken Einfluss auf das Denken ihrer Zeit und darüber hinaus haben, so etwa Hildegard von Bingen im Mittelalter oder Hannah Ahrendt, Simone de Beauvoir und Martha Nussbaum im 20. und 21. Jahrhundert.
Die Marginalisierung oder der Ausschluss von Frauen aus dem männlich dominierten Kanon der Philosophie und anderen Wissenschaftsbereichen hat einen ihrer Gründe im weiblichen Fokus auf das, was Johan Galtung als „positiven Frieden“ bezeichnet.[1] Es geht um eine umfassende und gerechte Rechtsordnung und Lebensform, bei der das Wohl der Bürger und Bürgerinnen und der Schutz der Lebensgrundlagen oberste Ziele sind. Dies ist eine feministische Position, welche eine kritische Perspektive auf bestehende Ordnungen impliziert. Gerade heute gewinnen diese Sichtweisen der Korrektur von destruktiven Entwicklungen an Bedeutung.
Die Brixener Hochschule für Theologie und Philosophie bietet im Mai und Juni eine hoch karätige Vorlesungsreihe zum Thema „Große Denkerinnen in Fokus“.
Zum Programm:
https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/03/Flyer-Grosse-Denkerinnen-2026.pdf
[1] Vgl. Beitrag auf diesem Blog unter dem Titel: „Was bedeutet Frieden?“

