Harte Kritik an Berichterstattung über Kriege
Objektive Berichterstattung in den Medien zielt darauf ab, Sachverhalte und Ereignisse neutral, wahrheitsgetreu und unvoreingenommen darzustellen. Sie wäre ein grundlegender Pfeiler demokratischer Gesellschaften, um Bürgern eine unabhängige Meinungsbildung zu ermöglichen. Das ist aber leider ein Ideal, das kaum erreicht wird, vor allem nicht, wenn es um extreme Konflikte geht. Kriegsberichterstattung ist wohl das delikateste Feld, auf welchen (fast) immer Partei ergriffen und sehr einseitig berichtet wird.
Das Schweizer Online-Zeitung „INFOsperber“ versucht unabhängig zu berichten und sieht laut eigener Bewertung kritisch das, „was andere übersehen“. So schrieb INFOsperber letzthin: „Die Tagesschau informiert über Kriegsopfer ethnisch diskriminierend. Über die unzähligen zivilen Opfer von Kriegen berichtet SRF-TV auffallend selektiv. Opfer sind offensichtlich nicht gleich Opfer.»
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Noch schwerwiegender ist es, wenn kriegstreibende Kräfte falsch berichten bzw. Tatsachen einfach leugnen. Ein Beispiel: Während einer Anhörung konfrontierte die amerikanische Senatorin Kirsten Gillibrand den Admiral Brad Cooper mit schweren Vorwürfen über Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser im Iran. Sie verwies darauf, dass 22 Schulen getroffen und Dutzende Krankenhäuser bombardiert worden sind. Und trotzdem behauptet das Militär: „Kein Hinweis!“, obwohl „New York Times“ schon vorher darüber öffentlich berichtet hatte.
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