22. Juni – Ein schlimmer Gedenktag
»Wer als Deutscher über Russland und seine Menschen redet, auch über seine Politiker, seinen Präsidenten, muss im Gedächtnis haben, was heute vor 75 Jahren begann. Dann wird jede verletzende Arroganz verfliegen und sich das Bedürfnis regen, wenigstens einen Bruchteil des Horrors wieder gutzumachen. « (Erhard Eppler, am 22.6.2016 zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns)
Wir sollten lieber über Frieden denken, reden und schreiben und nicht über Krieg.
Am 22. Juni muss aber doch anlässlich eines der schlimmsten „Gedenktage“ auf ein Ereignis hingewiesen werden, das vor 85 Jahren stattfand und alle Europäer, nicht nur die Deutschen wachrütteln müsste.
Am 22. Juni 1941 begann das nationalsozialistische Deutschland mit dem Überfall auf die Sowjetunion, dem sogenannten „Unternehmen Barbarossa“. Es war wohl die größte Militäroperation der Geschichte.
Ohne Kriegserklärung überschritten fast 3 Millionen deutsche Soldaten sowie 600.000 Verbündete (darunter Truppen aus Italien, Finnland, Rumänien, Ungarn und der Slowakei) die Grenze.
Die deutsche Führung plante die Eroberung von „Lebensraum im Osten“, die Ausbeutung des Landes sowie die Zerschlagung des sowjetischen Staates und die Ermordung der Juden und endete mit 27 Millionen toten Russen und der Zerschlagung Deutschlands.
Dieser Gedenktag muss allen zu denken geben. Mit einem passenden Text der „Initiative ‚Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder‘“ sollen hier vor allem all jene daran erinnert werden, die im Kopf bereits Krieg spielen:


