Papst für Friedensdialog
Papst Leo XIV. ist unterdessen weiterhin gegen eine militärische Lösung des Ukraine-Konflikts. In einer Pressekonferenz auf dem Flug von Metz nach Rom zurück von seiner Frankreich-Reise sagte er am Montagabend laut Kathpress, die Kirche müsse ihre Lehre vertreten, die gegen die Förderung von Gewalt, Hass und Waffen eintrete. Leo beklagte, dass derzeit einige politische Führer sogar wieder von der Möglichkeit des Einsatzes atomarer Waffen sprächen, deren Einsatz enorm viele Menschenleben vernichten würde. Die Bereitschaft, immer mehr Waffen zu bauen, verstärke nur die Spannungen und könne zu weiteren Kriegen führen.
Wie sein Vorgänger Franziskus (2013-20) sagte Leo XIV., dass an Aufrüstung letztlich nur die Waffenindustrie verdiene und dass man mit diesen Milliardengewinnen Probleme wie Hunger und Wohnungsknappheit nicht lösen könne. Alle hofften auf eine Stimme, die einen anderen Weg weisen könne. Diese Stimme müsse die Kirche sein, indem sie für Menschenwürde und das Lebensrecht aller eintrete, so der Papst. Sie sei es, die Russland und die Ukraine und andere Länder einlade, zusammenzukommen, einen Dialog zu beginnen und Wege zu suchen, wie die Probleme ohne Kriege gelöst werden können. „Das mag manchmal wirkungslos erscheinen, aber wir werden weiter zum Dialog einladen und das Evangelium verkünden“, sagte der Papst. (RAI-Südtirol 29.09.26).


