Menschen töten – für nichts
Der Bericht eines ehemaligen US-Marinesoldaten
„Wir dachten, etwas zu tun, auf das wir stolz sein konnten. Aber unsere Vorgesetzten konnten nie klar darlegen, wie unsere Einsätze, unsere ausgeübte Gewalt und unsere erlittenen Verluste irgendjemanden in den Vereinigten Staaten sicherer machten.“ Dies antwortet ein ehemaliger US-Soldat über seinen Einsatz in Afghanistan auf die Frage, warum so viele amerikanische Soldaten nach ihrer Rückkehr aus diesem Krieg Suizid begehen.
Als 22-Jähriger kämpfte der US-Marinesoldat Thomas Gibbons-Neff als Anführer eines Scharfschützenteams im Krieg gegen Afghanistan, der 200.000 Menschen das Leben kostete. Zurück in seiner Heimat berichtete er über viele Jahre als Journalist für die New York Times vor allem über Afghanistan. Heute arbeitet er als Lehrer.
Um seine eigenen Kriegserfahrungen zu verarbeiten, reiste er im Frühjahr 2026 im Auftrag der New York Times nach Afghanistan um dort den heutigen hochrangigen Kommandanten Mullah Rahim Gulab, gegen den und seine Talibangruppe er vor 16 Jahren gekämpft hatte, zu treffen.
Gibbons-Neffs Bericht über diese Begegnung zwischen zwei Menschen ist ein bewegendes Dokument der Sinnlosigkeit bewaffneter Konflikte. (link) https://www.infosperber.ch/politik/welt/ich-habe-sechs-menschen-getoetet-fuer-nichts/
Unseren jungen Menschen wird heute gesagt, wir müssen kriegstüchtig werden, um möglichst viele Russen töten zu können, denn davon hängt unser aller Sicherheit ab.


