Aufforderung der Religionen zum Frieden
Kommentar von Sepp Kusstatscher
Die Zehn Gebote Gottes haben in den Heiligen Schriften der Juden, Christen und Moslems einen sehr hohen Stellenwert. Das 5. Gebot lautet dort lapidar: „Du sollst nicht töten!“ (Ex 20,13). Beim Propheten Micha (4,3) steht: „Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern.“

Im Neuen Testament ist das Liebesgebot die zentrale Botschaft des Jesus von Nazareth, somit auch die Aufforderung zum Frieden.
Die Worte „Pax“ der Christen, „Schalom“ der Juden und „Salam“ der Muslime dürfte niemand in den Mund nehmen, der aufrüstet und Kriege führt. Religionskriege sind die dunkelsten Kapitel der Menschheitsgeschichte.
Wie kann man aus der Teufelsspirale der Gewalt herauskommen?
So wie bei einem Fehler des Einzelnen so gilt auch für eine Gesellschaft, folgende Schritte zu unternehmen, um begangenes Unrecht zu überwinden:
- die Einsicht, etwas falsch gemacht zu haben,
- der Mut, sich zu entschuldigen
- und die Kraft, zu verzeihen und sich zu versöhnen.
Nicht das Vergessen und Schwamm darüber und noch weniger Rache und Vergeltung, sondern nur das Verzeihen und Versöhnen führen zum Frieden.
Sepp Kusstatscher

