Genügsamkeit, Glück und Frieden

“Meine Vorstellung von Glück ist vor allem antikonsumistisch. Man will uns davon überzeugen, dass die Dinge nicht von Dauer sind, und drängt uns, alles so schnell wie möglich durch neue Dinge zu ersetzen. Es scheint, als seien wir nur geboren, um zu konsumieren, und wenn wir das nicht mehr können, verarmen wir. Aber viel wichtiger im Leben ist die Zeit, die wir dem widmen können, was uns gefällt, unseren Leidenschaften und unserer Freiheit. Und nicht die Zeit, in der wir gezwungen sind, immer mehr zu verdienen, um immer mehr zu konsumieren. Ich möchte hier nicht die Armut hochloben, sondern nur die Genügsamkeit.”

(Josè “Pepe” Mujica)

“Pepe” Mujica war von 2010 bis 2015  Uruguays Staatspräsident, bekannt und beliebt als der “ärmste” Präsident der Welt, für seine Entscheidung zum bescheidenen Leben auf einem Bauernhof, ohne Luxuslimousine und Hofstaat. Sein Appell zur Genügsamkeit ist letztlich auch ein Aufruf zum Frieden. Das “Immer-mehr-wollen”, die Gier nach Macht, Reichtum und Kontrolle sind eine der Ursachen für Konflikt und Krieg. Genügsamkeit führt in eine andere Richtung: Sie fördert den Frieden, indem sie Zufriedenheit an ein “Buen vivir” koppelt, in dem innere Zufriedenheit und die Werte der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen.

Mujica ist im Mai dieses Jahres verstorben und in Garten seines Höfleins begraben. In einem seiner letzten Interviews hat er eine Botschaft hinterlassen, die in diesen Zeiten besonders aktuell ist. „Es ist leicht, diejenigen zu respektieren, die so denken wie man selbst, aber man muss lernen, dass die Grundlage der Demokratie der Respekt für diejenigen ist, die anders denken”. (an)

Newsletter

Möchtest du unseren Newsletter erhalten?

Please wait...

Danke!


Deine Meinung!

Schreibe uns deine Meinung und Gedanken.
Deine Meinung »


Über den Friedensblog

Die Ideengeber hinter dem Friedensblog sind: Sepp Kusstatscher - Arno Teutsch - Susanne Elsen - Erwin Demichiel - Johannes Fragner-Unterpertinger
Über uns »

Kategorien