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	<description>Südtirol</description>
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		<title>European Peace Project</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/09/european-peace-project-2/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedensblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Sep 2026 08:01:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Rundschreiben #21 vom 08-09-2026 &#8211; Inhalt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Rundschreiben #21 vom 08-09-2026 &#8211; Inhalt</p>



<ol start="1" class="wp-block-list">
<li><a href="https://europeanpeaceproject.eu/rundschreiben-21/#1-unsere-europe-brics-konferenz-east-west-forum-in-istanbul" target="_blank" rel="noopener">Unsere Europe-BRICS Konferenz „East West Forum“ in Istanbul</a></li>



<li><a href="https://europeanpeaceproject.eu/rundschreiben-21/#2-einladung-zur-friedenstanzdemo-schon-nachstes-wochenende" target="_blank" rel="noopener">Einladung zur Friedenstanzdemo schon nächstes Wochenende</a></li>



<li><a href="https://europeanpeaceproject.eu/rundschreiben-21/#3-unsere-aktivitaten-uber-den-sommer-das-neue-buch-von-ulrike-guerot-endlich-europa-und-eine-sendung-zum-european-peace-project-und-european-transcontinental-initiative-im-kontrafunk" target="_blank" rel="noopener">Unsere Aktivitäten über den Sommer: Das neue Buch von Ulrike Guerot „Endlich Europa“ und eine Sendung zum European Peace Project und European Transcontinental Initiative im Kontrafunk</a></li>



<li><a href="https://europeanpeaceproject.eu/rundschreiben-21/#4-weitere-kriegsvorbereitungen-und-die-skandalose-entscheidung-der-bundesregierung-zur-schliessung-des-russischen-hauses-und-russischen-konsulats-in-bonn-und-unsere-aktion-dazu" target="_blank" rel="noopener">Weitere Kriegsvorbereitungen und die skandalöse Entscheidung der Bundesregierung zur Schließung des Russischen Hauses und Russischen Konsulats in Bonn und unsere Aktion dazu</a></li>



<li><a href="https://europeanpeaceproject.eu/rundschreiben-21/#5-mailaktion-gegen-aufrustung" target="_blank" rel="noopener">Mailaktion gegen Aufrüstung</a></li>



<li><a href="https://europeanpeaceproject.eu/rundschreiben-21/#6-hor-und-leseempfehlungen" target="_blank" rel="noopener">Hör und Leseempfehlungen</a></li>
</ol>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>80 Jahre nach dem Pariser Friedensvertrag</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/07/80-jahre-nach-dem-pariser-friedensvertrag/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sepp Kusstatscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 20:21:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.friedensblog.net/?p=1144</guid>

					<description><![CDATA[Am vergangenen Donnerstag, 3. September, hat das Zentrum für Regionalgeschichte in Bozen eine gute Veranstaltung mit ausgezeichneten Referenten organisiert. Es war eine fundierte historische Bestandsaufnahme des Gruber-Degasperi-Abkommens vom 5. September 1946. Am 80. Gedenktag selbst, also am 5. September, organisierte der Landeshauptmann einen großen Festakt im Kurhaus in Meran mit einer besonderen Ehrung des italienischen<div class="more-link">
				 <a href="https://www.friedensblog.net/2026/09/07/80-jahre-nach-dem-pariser-friedensvertrag/" class="link-btn theme-btn"><span>Weiterlesen </span> <i class="fa fa-caret-right"></i></a>
			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Am vergangenen Donnerstag, 3. September, hat das Zentrum für Regionalgeschichte in Bozen eine gute Veranstaltung mit ausgezeichneten Referenten organisiert. Es war eine fundierte historische Bestandsaufnahme des Gruber-Degasperi-Abkommens vom 5. September 1946.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Am 80. Gedenktag selbst, also am 5. September, organisierte der Landeshauptmann einen großen Festakt im Kurhaus in Meran mit einer besonderen Ehrung des italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Pariser Vertrag vom 05.09.1946 war ein schlechter Kompromiss zwischen zwei sehr ungleichen Partnern, zwischen dem italienischen Außenminister Alcide Degasperi und dem österreichischen Amtskollegen Karl Gruber.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Anmerkung zu diesem mageren Ergebnis der Verhandlungen von Paris möchte ich Cicero zitieren: „Der ungerechteste Frieden ist immer noch besser als der gerechteste Krieg“. Dieses Zitat stammt wirklich von Cicero, nicht jedoch der dumme und oft zitierte Ausspruch: „Si vis pacem para bellum.“ (Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor.)</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach der Studientagung in Bozen und nach der Feierstunde „80 Jahre Pariser Vertrag“ in Meran ist mir eines sehr klar geworden: Diplomatie führt zum Erfolg, nicht militärische Stärke. Durch zähe und lange Verhandlungen wurde dieser ursprünglich gar nicht zufriedenstellende Vertrag zur Magna Charta für Südtirol und zur Grundlage für den Ausbau und die Absicherung der Südtiroler Autonomie.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Hätten die benachteiligten Südtiroler nach 1946 nur das getan, was Attentäter Anfang der 1960er Jahre unternommen haben, wären wir ganz sicher nicht dort, wo wir heute sind. Heute ist die Südtirol-Autonomie aufgrund von langen und zähen Verhandlungen ein Vorzeige-Modell für ein friedliches und prosperierendes Land.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch eine Anekdote von Silvius Magnago, dem Vater der Südtirol-Autonomie:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich erinnere mich noch gut an eine Sitzung des Ausschusses der SVP in den 1980er Jahren, als einer der Parteiausschussmitglieder den Obmann Silvius Magnago scharf kritisierte. Es bräuchte eine viel härtere Gangart. Mit den Italienern zu verhandeln, das sei nicht zielführend. Der Kriegsinvalide Magnago erwiderte in seiner saloppen Art in besonders hoher Stimmlage und stellte die rhetorische Gegenfrage, ob Südtirol Italien den Krieg erklären solle. Kurz und pointiert sagte Magnago: „Da müssen Sie aber zuerst drei Fragen mit Ja beantworten: 1. Wollen wir einen Krieg? 2. Gewinnen wir den Krieg? Und 3: „Überleben wir den Krieg?“</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Friedenserziehung: ein zentraler Auftrag der Schule</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/05/friedenserziehung-ein-zentraler-auftrag-der-schule/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedensblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 11:10:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Eine Mitteilung an die Medien zum Schulanfang Die Schule ist neben der Familie der wichtigste Lernort, an dem Kinder und Jugendliche den respektvollen Umgang miteinander und die gewaltfreie Lösung von Konflikten lernen. Friedenserziehung ist kein einzelnes Schulfach, sondern eine Haltung und ein Konzept für den gesamten Schulalltag und ein Auftrag an alle Unterrichtenden. Sie verbindet<div class="more-link">
				 <a href="https://www.friedensblog.net/2026/09/05/friedenserziehung-ein-zentraler-auftrag-der-schule/" class="link-btn theme-btn"><span>Weiterlesen </span> <i class="fa fa-caret-right"></i></a>
			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Eine Mitteilung an die Medien zum Schulanfang</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Die Schule ist neben der Familie der wichtigste Lernort, an dem Kinder und Jugendliche den respektvollen Umgang miteinander und die gewaltfreie Lösung von Konflikten lernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Friedenserziehung ist kein einzelnes Schulfach, sondern eine Haltung und ein Konzept für den gesamten Schulalltag und ein Auftrag an alle Unterrichtenden. Sie verbindet das Miteinander im Klassenzimmer mit der Vermittlung von Wissen, aber nicht nur über globale Konflikte, sondern auch über deren Ursachen und über mögliche Mittel zur friedlichen Lösung. Dazu braucht es eine souveräne und kritische Haltung der Lehrkräfte, die sich vom Mainstream in Politik und Medien nicht mitreißen lassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein wichtiges Ziel der Friedenserziehung ist die Stärkung der Toleranz. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Lernens steht der Respekt vor anderen Meinungen, Kulturen und Lebensweisen. So kann die Schule ein Friedensraum werden, der auf die Familien und die Gesellschaft ausstrahlt, damit wir eine große Menschheitsfamilie werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Friede wächst von ganz unten. Die Mächtigen oben profitieren von Konflikten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für den „Friedensblog Südtirol“:</p>



<p class="wp-block-paragraph">Erwin Demichiel<br>Susanne Elsen<br>Johannes Fragner Unterpertinger<br>Sepp Kusstatscher<br>Arno Teutsch</p>



<figure class="wp-block-embed"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://www.friedensblog.net
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kriegsgerät allein macht nicht glücklich. Es braucht auch eine neue soldatische Haltung, wenn wir erfolgreich die Lunte zünden wollen (Andrès Carlos Pizzinini).</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/03/kriegsgeraet-allein-macht-nicht-gluecklich-es-braucht-auch-eine-neue-soldatische-haltung-wenn-wir-erfolgreich-die-lunte-zuenden-wollen-andres-carlos-pizzinini/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Erwin Demichiel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 11:36:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Bald beginnt wieder die Schule und das alte und doch wieder neue Thema stellt sich: wie können Kinder und Jugendliche für den Krieg gewonnen werden? Nun tagt wieder das Europäische Forum Alpbach und hunderte junger Menschen dürfen wieder dabei sein, wenn „erfahrene Entscheidungsträger:innen und junge Denker:innen“ auf höchstem Niveau über die Zukunft Europas diskutieren. „How<div class="more-link">
				 <a href="https://www.friedensblog.net/2026/09/03/kriegsgeraet-allein-macht-nicht-gluecklich-es-braucht-auch-eine-neue-soldatische-haltung-wenn-wir-erfolgreich-die-lunte-zuenden-wollen-andres-carlos-pizzinini/" class="link-btn theme-btn"><span>Weiterlesen </span> <i class="fa fa-caret-right"></i></a>
			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Bald beginnt wieder die Schule und das alte und doch wieder neue Thema stellt sich: wie können Kinder und Jugendliche für den Krieg gewonnen werden?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun tagt wieder das <a href="https://www.alpbach.org/de/efa26">Europäische Forum Alpbach</a> und hunderte junger Menschen dürfen wieder dabei sein, wenn „erfahrene Entscheidungsträger:innen und junge Denker:innen“ auf höchstem Niveau über die Zukunft Europas diskutieren. „How Europe Wins“ ist diesmal das Thema. „Ist Europa derzeit auf der Siegerstraße …. Muss jemand verlieren, damit Europa gewinnt?&nbsp;Was fehlt Europa zum geborenen Gewinner …. Und welches Spiel wird überhaupt gespielt?“ Ja, gute Frage möchte man da rufen, welches Spiel wird überhaupt gespielt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Da geht man doch davon aus, dass unsere europäische politische Elite – aus Zeitmangel leider ohne uns zu fragen &#8211; vor ein paar Jahren beschlossen hat, Krieg gegen Russland zu führen, das zwar viele aber nötige Geld bereit zu stellen und wegen einem bedauerlichen Mangel an qualifiziertem Personal auf den diplomatischen Weg der Konfliktlösung zu verzichten. Im Programm des Forums Alpbach ist von derlei expliziten Unappetitlichkeiten nichts zu finden, sie sind in die Zwischenzeilen verpackt. Beispielsweise schreiben zwei junge TeilnehmerInnen in einem <a href="https://salto.bz/de/article/27082026/olivgruen-steht-uns-gut">Zwischenbericht</a> über ihre Erfahrungen im „Outdoor Based Leadership Seminar OPCON“, ausgerichtet von Leutnants der Theresianischen Militärakademie, über ihre Erfahrung. Obwohl sie das blutige Geschäft des Militärs ablehnen, seien sie doch froh, dass es Leute gibt, die es übernehmen. Und die vielen nützlichen Geschenke mit Bundeswehr Logo hätten trotz anfänglicher Bedenken schließlich doch einen neuen Erkenntnisgewinn gebracht: „Das Olivgrün steht uns irgendwie gut.“ Die Leutnants in Alpbach haben ihre Aufgabe mit Bravour gelöst: wie kann man in die Köpfe kritischer junger Menschen, ohne Geschrei und Druck, freundlich, smart und leise, Krieg und das, was eben dazu gehört, als etwas Normales, Alltägliches und womöglich Schickes verankern; <a href="https://neueswort.de/nudging/#wbounce-modal">nudging</a>, wie es auch in den Handbüchern der <a href="https://www.act.nato.int/activities/cognitive-warfare/">kognitiven Kriegsführung</a> gelehrt wird.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bald beginnt wieder die Schule und das alte und doch wieder neue Thema stellt sich: wie können Kinder und Jugendliche für den Krieg gewonnen werden? Wie kann die nötige „gesamtkulturelle Neuorientierung“ möglichst effektiv bewerkstelligt werden? Schließlich muss ja jemand zusätzlich zur erfolgreichen Aufrüstung “<a href="https://salto.bz/de/article/20082026/krieg-und-frieden">die Lunte zünden</a>“. Diese verpflichtende Neuorientierung der gesamten Gesellschaft, auch des Bildungsbereiches, ist ausführlich in <a href="https://www.nato.int/en/what-we-do/deterrence-and-defence/resilience-civil-preparedness-and-article-3">NATO-Dokumenten</a> unter dem Begriff der „civil preparedness“ beschrieben. Neben den Universitäten, die mittlerweile zahlreich in irgendeiner direkten oder indirekten Form von Kooperation, Forschung und Lehre (wir hatten von einem kleinen <a href="file:///C:/Users/Erwin/Desktop/Frieden/Rep.126_Call%20NATO%20Model%20Event%202026_DEF.pdf">Beispiel</a> schon kurz berichtet) am Rüstungs- und Kriegsgeschäft beteiligt sind, ist eben die Schule ein wesentliches Feld, um die Knaben und Mädchen möglichst früh mit dem Feind unserer Wertegemeinschaften bekannt zu machen, sie dem soldatischen Geist zu öffnen und für das Kriegshandwerk zu begeistern. Von der pädagogisch höchst aktiven großen <a href="https://osservatorionomilscuola.com/2026/06/08/visite-scolastiche-base-aeronavale-sigonella-educazione-militare/">NATO-Basis Sigonella</a> in Sizilien über den „<a href="https://www.pressenza.com/it/2026/07/bimbo-day-rai-militarizzazione/">bimbo-day RAI</a>“ in Rom bis zum open day des „<a href="https://salto.bz/it/article/20052026/sudtirolo-militarizzato">4° Reggimento AVES Altair</a>“ in Bozen sind die europäischen Anstrengungen zur fortschreitenden Militarisierung und Normalisierung von Aufrüstung und Krieg im Bildungsbereich auch in Italien deutlich sichtbar. Und – wie gesagt – nicht mehr in den rüden und primitiven Formen wie einst in <a href="https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Buch/21911/">ersten Weltkrieg</a>, sondern smart, elegant und nebenbei nach den Regeln des nudging. So bezog sich eines der <a href="https://www.orizzontescuola.it/maturita-2026-seconda-prova-un-brano-tratto-da-institutio-oratoria-di-quintiliano-per-il-liceo-classico/">diesjährigen Maturathemen</a> auf den römischen Rhetoriklehrer Quintilianus: “la musica come fondamento dell’educazione del perfetto oratore”. Neben ihrer Bedeutung für die Redekunst wusste dieser schon damals überzeugend darzulegen, wie entscheidend die Musik zu den militärischen Leistungen Roms und seiner Macht beigetragen hat: „…. a caricare gli animi, a sincronizzare i passi, a creare quella coesione che trasforma un gruppo di uomini in una macchina da guerra.“</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.forum-p.it/function/de/ISearch/search?q=Netzwerk%20Gewaltpr%C3%A4vention">Gewaltprävention</a> in der Schule? Förderung von emotionaler Kompetenz, Empathie und Beziehungsfähigkeit im Unterricht? Hm, nun ja, vielleicht kriegen wir das doch irgendwie hin. Schließlich ist unser Militär ganz anders, als jenes unseres autoritären und demokratiefernen Feindes. Unsere Soldaten verteidigen nämlich Werte und da gibt es <a href="https://www.queerbw.de/">gute Beispiele</a>. Außerdem ist Töten im Krieg heute meist recht sauber. Unsere Kinder und Jugendlichen können sich mit ihren umfangreichen Gaming-Fähigkeiten sehr leicht auf das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=Ex6PmQ0HheY">Lenken von Kampfdrohnen</a> (sec 0 – 0,56) umstellen, vom Kinderzimmer aus sozusagen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und am Ende … wie üblich … natürlich sind nicht alle einverstanden mit den neuen Bemühungen im Bildungsbereich. Irgendein gallisches <a href="https://osservatorionomilscuola.com/2026/05/21/il-fatto-quotidiano-alunni-aeronautica-insorgono-mamme-basta-ingerenze-militari-scuole/">Widerstandsnest</a> gibt es immer irgendwo. Das darf auch sein … solange ….</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wie deutsche Politik und Medien das Töten normalisieren</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/03/wie-deutsche-politik-und-medien-das-toeten-normalisieren/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Manfred Bohm]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2026 11:33:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.friedensblog.net/?p=1134</guid>

					<description><![CDATA[Die dünne Decke der humanistischen Zivilisation zeigt tiefe Risse. Wo das kalkulierte Töten offen eingefordert, technokratisch bemäntelt oder medial ästhetisiert wird, bricht sich eine Geisteshaltung Bahn, die das menschliche Leben systematisch entwertet.&#160;Erich Fromms Begriff der Nekrophilie wirft ein verstörendes Licht auf die zunehmende Entwertung menschlichen Lebens. Lesen Sie dazu diesen Schweizer Beitrag &#160;https://www.infosperber.ch/politik/wie-deutsche-politik-und-medien-das-toeten-normalisieren/]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Die dünne Decke der humanistischen Zivilisation zeigt tiefe Risse. Wo das kalkulierte Töten offen eingefordert, technokratisch bemäntelt oder medial ästhetisiert wird, bricht sich eine Geisteshaltung Bahn, die das menschliche Leben systematisch entwertet.&nbsp;Erich Fromms Begriff der Nekrophilie wirft ein verstörendes Licht auf die zunehmende Entwertung menschlichen Lebens.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lesen Sie dazu diesen Schweizer Beitrag &nbsp;<a href="https://www.infosperber.ch/politik/wie-deutsche-politik-und-medien-das-toeten-normalisieren/" target="_blank" rel="noopener">https://www.infosperber.ch/politik/wie-deutsche-politik-und-medien-das-toeten-normalisieren/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>„Überlebende des zweiten Weltkriegs wie ich wissen, dass für Frauen der Krieg nicht mit dem Waffenstillstand aufhört. Für die Witwen mit ihren Kindern dauert er ein Leben lang.“</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/01/ueberlebende-des-zweiten-weltkriegs-wie-ich-wissen-dass-fuer-frauen-der-krieg-nicht-mit-dem-waffenstillstand-aufhoert-fuer-die-witwen-mit-ihren-kindern-dauert-er-ein-leben-lang/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Irmtraud Mair]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 15:25:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.friedensblog.net/?p=1131</guid>

					<description><![CDATA[Aus Irmtrauds Schreiben an Andreas Bracher (*) „Es ist merkwürdig und erschreckend, mit welcher Passivität, Gleichgültigkeit oder Zustimmung viele Menschen das Szenario (Krieg mit Russland in Europa) hinnehmen“ – schreiben Sie in Ihrem Beitrag im Juli/August Magazin der „die Drei“. Ich gebe Ihnen in allem recht, froh, dass jemand so klar formuliert was viele empfinden<div class="more-link">
				 <a href="https://www.friedensblog.net/2026/09/01/ueberlebende-des-zweiten-weltkriegs-wie-ich-wissen-dass-fuer-frauen-der-krieg-nicht-mit-dem-waffenstillstand-aufhoert-fuer-die-witwen-mit-ihren-kindern-dauert-er-ein-leben-lang/" class="link-btn theme-btn"><span>Weiterlesen </span> <i class="fa fa-caret-right"></i></a>
			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Aus Irmtrauds Schreiben an Andreas Bracher (*)</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Es ist merkwürdig und erschreckend, mit welcher Passivität, Gleichgültigkeit oder Zustimmung viele Menschen das Szenario (Krieg mit Russland in Europa) hinnehmen“ – schreiben Sie in Ihrem Beitrag im Juli/August Magazin der „<strong>die Drei“.</strong> Ich gebe Ihnen in allem recht, froh, dass jemand so klar formuliert was viele empfinden und davon krank werden, so auch ich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wegen eines Herzinfarktes wurde mir von der Krankenkasse eine dreiwöchige REHA zugestanden. Die Herz-REHA in die ich mit meinem Mann als Begleiter einzog, 230 Betten machte auf mich den Eindruck eines Lazaretts. Fast alle Patienten hatten Operationen hinter sich, Narben von aufgesägten Brustbeinen, Pflaster an Armen, Hals und Beinen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bei den Begegnungen, die ich am Frühstücks- oder Mittagstisch hatte, stellte ich immer klar, dass mein Herzrasen und die Herz-Rythmusstörung mit der militärischen Aufrüstung in Deutschland/Europa zu tun hat. Überlebende des zweiten Weltkriegs wie ich wissen, dass für Frauen der Krieg nicht mit dem Waffenstillstand aufhört. Für die Witwen mit ihren Kindern dauert er ein Leben lang. Daher mein Einsatz für friedliches Zusammenleben im vom ethnischen Konflikt gestressten Südtirol und gegen die Nato-Basis bei Brixen, die zum Glück aufgelöst wurde. Ich fürchte mich nicht vor Bomben. Ich habe Angst nicht genug zur Vermeidung getan zu haben. Ich fand bei den Mitpatienten Aufhorchen und Zustimmung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre das Normalste von der Welt gewesen, dass eine Liste erstellt wird, unterschrieben von denen, die bereit sind, die deutsche Regierung (oder Ursula von der Leyen…) anzuklagen auf</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Körperverletzung</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>oftmals mit Todesfolge</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">durch den Aufrüstungswahn, der Deutschland zum Schlachtfeld machen wird. Je mehr Deutschland zum „Flugzeugträger“ für andere Staaten (wie kürzlich die Transportflugzeuge aus der Ukraine auf dem Flugplatz in Leipzig) wird, wird es Angriffsziel. In diesem Krieg werden nicht die Länder siegen, die die neuesten und meisten Waffenarsenale haben, sondern die die keine haben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong><em>Irmtraud Mair</em></strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>ist wohl noch vielen als die Vorkämpferin der Friedensfrauen in Südtirol bekannt.</em><br><em>Sie hat ein bewegtes Leben hinter sich und lebt heute in Dortmund.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>



<p class="wp-block-paragraph">(*) „die Drei“ – Zeitschrift für Anthroposophie</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Glosse</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/01/glosse/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Sepp Kusstatscher]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 12:54:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.friedensblog.net/?p=1128</guid>

					<description><![CDATA[Dank der Fledermaus von Wuhan! Eine virusinfizierte Fledermaus in Wuhan ließ sich schlachten und in eine Suppe werfen. Ein chinesischer Allesfresser löffelte die Suppe aus und schon war Covid-19 geboren. Inzwischen weiß man aber genau, dass international zusammengesetzte Wissenschaftler in einem Labor von Wuhan intensiv experimentiert haben und es ihnen gelungen ist, einen Corona-Virus zu<div class="more-link">
				 <a href="https://www.friedensblog.net/2026/09/01/glosse/" class="link-btn theme-btn"><span>Weiterlesen </span> <i class="fa fa-caret-right"></i></a>
			</div>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><em><strong>Dank der Fledermaus von Wuhan!</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Eine virusinfizierte Fledermaus in Wuhan ließ sich schlachten und in eine Suppe werfen. Ein chinesischer Allesfresser löffelte die Suppe aus und schon war Covid-19 geboren.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Inzwischen weiß man aber genau, dass international zusammengesetzte Wissenschaftler in einem Labor von Wuhan intensiv experimentiert haben und es ihnen gelungen ist, einen Corona-Virus zu züchten. Endlich hatte man eine neue Kriegswaffe in der Hand, mit der man den Leuten richtig Angst einflößen und sie gehorsam machen konnte. Unterstützt wurde dieses menschenfeindliche Projekt von Anthony Fauci, dem bekannten Gesundheits-Chefberater von Joe Biden und seiner Regierung. Inzwischen weiß man aufgrund von Aufklärungen in den USA, dass dieser Fauci erstverantwortlich war für die verbrecherische und verschwörerische Art, die große Pandemie mit den verheerenden Lockdowns zu inszenieren. Und: Fauci hat gestanden.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Die Corona-Pandemie war das größte Experiment zur Manipulation der Massen. Dieses Instrument wird jetzt wieder erfolgreich eingesetzt, um allen Menschen klarzumachen, dass nur durch Aufrüstung und Kriege der Friede auf dieser Welt garantiert werden kann.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Der armen Fledermaus von Wuhan, die bereit war, die Schuld für diese kriminelle Bande zu übernehmen, sollten wir ein großes</em> <em><strong>Denkmal</strong></em> <em>aufstellen, damit die Leute endlich</em> <em><strong>mal denken</strong></em><em>.</em></p>



<p class="has-text-align-right wp-block-paragraph"><em>Sepp Kusstatscher</em></p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="434" height="280" src="https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/09/pipistrello.jpg" alt="" class="wp-image-1129" srcset="https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/09/pipistrello.jpg 434w, https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/09/pipistrello-300x194.jpg 300w" sizes="(max-width: 434px) 100vw, 434px" /></figure>
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		<title></title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/09/01/1124/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedensblog]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Sep 2026 12:51:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<title>Unser Dissens zu den Pershing-Raketen (1982)</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/08/28/unser-dissens-zu-den-pershing-raketen-1982/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Ivan Illich]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 09:39:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wir wollen durch unser entsetztes Schweigen Zeugnis ablegen…“ „Als ich begonnen habe, in Deutschland zu lehren, in der Zeit als die Pershing Raketen stationiert werden sollten (*), habe ich mich den Jugendlichen, in der Mehrzahl Hochschulstudenten, zur Verfügung gestellt, die Protestaktionen organisieren wollten. Ich habe ihnen gesagt, dass die einzige Art und Weise, unseren Dissens<div class="more-link">
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<p class="wp-block-paragraph">„<em><strong>Wir wollen durch unser entsetztes Schweigen Zeugnis ablegen…“</strong></em></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Als ich begonnen habe, in Deutschland zu lehren, in der Zeit als die Pershing Raketen stationiert werden sollten (*), habe ich mich den Jugendlichen, in der Mehrzahl Hochschulstudenten, zur Verfügung gestellt, die Protestaktionen organisieren wollten. Ich habe ihnen gesagt, dass die einzige Art und Weise, unseren Dissens zum Ausdruck zu bringen, darin besteht, dass wir dort schweigend stehen bleiben. Wir haben zu der Sache nichts zu sagen. Wir wollen durch unser entsetztes Schweigen Zeugnis ablegen. Im entsetzten Schweigen können die eingewanderte türkische Tellerwäscherin und der Universitätsprofessor nebeneinanderstehend genau dasselbe aussagen. Sobald du etwas erklären musst, wird der Widerstand wieder zu einer selektiven Angelegenheit, für eine Elite, und oberflächlich. Ich möchte mich nicht an einem konspirativen Geschwätz über den Frieden beteiligen, sondern angesichts bestimmter Dinge das Privileg eines entsetzten Schweigens einfordern – sofern ich mein Entsetzen sichtbar machen kann“.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zitat aus dem Buch: Entlang der Wasserscheide – Im Gespräch mit Ivan Illich</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Zum „Recht auf würdiges Schweigen“ hat Ivan Illich im Buch „Frieden</em> vor Ort: Ausbrechen -verantwortlich werden“ <em>– herausgegeben von Marianne und Reimer Gronemeyer, einen ausführlichen Beitrag geschrieben:</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em><a href="https://www.convivial.de/sites/default/files/2022-10/Illich%20Wu%CC%88rdiges%20Schweigen.pdf" target="_blank" rel="noopener">https://www.convivial.de/sites/default/files/2022-10/Illich%20Wu%CC%88rdiges%20Schweigen.pdf</a></em></p>
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		<title>„Es gibt ein Licht in der Welt, das die Dunkelheit nicht erfassen kann…“</title>
		<link>https://www.friedensblog.net/2026/08/28/es-gibt-ein-licht-in-der-welt-das-die-dunkelheit-nicht-erfassen-kann/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Arno Teutsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2026 09:38:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum hundertsten Geburtstag &#8211; Ivan Illich ist am 4. September 1926 in Wien geboren – hat der Verlag Akademie Pannonien die deutsche Übersetzung des Buches von David Cayley herausgegeben: „Entlang der Wasserscheide – Im Gespräch mit Ivan Illich“, übersetzt aus dem Englischen von Franz Tutzer. „Ivan Illich glaubt, dass es Übel auf der Welt gibt,<div class="more-link">
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Zum hundertsten Geburtstag &#8211; Ivan Illich ist am 4. September 1926 in Wien geboren – hat der Verlag Akademie Pannonien die deutsche Übersetzung des Buches von David Cayley herausgegeben<strong>: „Entlang der Wasserscheide – Im Gespräch mit Ivan Illich“,</strong> übersetzt aus dem Englischen von Franz Tutzer.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Ivan Illich glaubt, dass es Übel auf der Welt gibt, die Herzen ausbrennen und – wie Gorgos Blick – uns in Steine verwandeln können. Und er ist überzeugt, dass die Macht dieser Übel mit der irrigen Fantasie zunimmt, dass wir vor ihnen abgesichert sein könnten. Aber er weiß auch, dass ein Licht in der Welt ist, das die Dunkelheit nicht erfassen kann. In gehorsamer Freundschaft (*) können wir dieses unauslöschliche Licht in das Leben eines jeden anderen scheinen lassen“ (David Cayley)</em></p>



<p class="wp-block-paragraph">Ivan Illich hat in den sechziger und siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit seiner radikalen Kritik an der grenzenlosen Wachstumsgesellschaft weltweites Aufsehen erregt. Dann hat die mediale Aufmerksamkeit um ihn nachgelassen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Jetzt, in Zeiten vielschichtiger Kriege gegen das, was den Kern des Mensch-Seins ausmacht, ist ein wachsendes Interesse an seinen Arbeiten bemerkbar. Und seine vor mehr als fünfzig Jahre geschriebenen Texte werden auf eine neue Art verständlich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Für mich als Gewerkschafter, Weiterbildner, Aktivist in der Nord-Süd-Kooperation (für den Begriff „Entwicklungshelfer“ schäme ich mich immer noch) war Ivan Illich eine große Herausforderung. Seine radikale Kritik an der modernen Industriegesellschaft und Wachstumspolitik, an der strukturellen Gewalt in der Medizin und in der Schule hat mich zunächst irritiert, verunsichert und letztlich zu einem kritischen Hinterfragen meiner sozialpolitischen Tätigkeiten gebracht. Hat mich weggebracht vom arroganten Anspruch, <em>„Entwicklungshilfe“</em> leisten zu können, wie auch von der Vorstellung, andere „<em>belehren“</em> zu können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als Gewerkschafter wollte ich ein Mehr an Schulen, an Krankenhäusern und gut bezahlten Arbeitsplätzen. Illich zeigt die Kehrseiten davon auf: Schulen, Krankenhäuser und Fabriken befreien die Menschen nicht, sondern entmündigen ihn und schaffen Abhängigkeit. Gleichzeitig zerstören sie das soziale Gewebe, das auf Genügsamkeit und Konvivialität baut.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es wäre vermessen und es würde mich auf alle Fälle überfordern, Illichs Gedanken in wenigen Zeilen zusammenzufassen. Deshalb möchte ich dazu das Buch „Entlang der Wasserscheide“ empfehlen. Für „Einsteiger“ wie für Illich-Experten gleichermaßen interessant.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>(*)&#8220;Gehorsam im biblischen Sinne bedeutet ungehindertes Zuhören, unbedingte Bereitschaft zu hören, uneingeschränkte Bereitschaft, sich vom Wort des anderen überraschen zu lassen. Er hat nichts mit dem zu tun, was wir heute als Gehorsam bezeichnen, der immer auch Unterwerfung impliziert….”</em> <em>Aus dem Text von Illich: The Educational Enterprise in the Light of Gospel.</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Anmerkungen von Franz Tutzer für die Besucher unseres Friedensblogs:</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">„<em>Ivan Illich bin ich zuerst 1972 über sein damals erstes Buch begegnet: Almosen und Folter. Erschienen im Kösel Verlag. Ich habe gemerkt, dass er etwas zu sagen hat. Das Interesse an seinen Schriften hat mich dann nicht mehr losgelassen. Tief verankert in der katholischen Tradition sprach er zeit seines Lebens in immer neuen Anläufen von der fehlgeleiteten Entwicklung der westlichen Moderne. Alle seine Arbeiten sind jeweils im Kreis eines über die Welt verstreuten Freundeskreises entstanden. In den 1970er Jahren weltberühmt, wurde es in den späten 1980er Jahren ruhiger um ihn.&nbsp;</em></p>



<p class="wp-block-paragraph"><em>Jetzt nimmt das Interesse an seinen Schriften und Themen wieder zu. Fabio Milana ist dabei, seine opere complete herauszugeben. Bisher ist Band 1 und Teil 1 von Band 2 erschienen. Beide im Verlag Neri Pozza.”&nbsp;</em></p>


<div class="wp-block-image">
<figure class="aligncenter size-full"><img decoding="async" width="551" height="555" src="https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/08/doppia.jpg" alt="" class="wp-image-1119" srcset="https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/08/doppia.jpg 551w, https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/08/doppia-298x300.jpg 298w, https://www.friedensblog.net/wp-content/uploads/2026/08/doppia-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 551px) 100vw, 551px" /></figure>
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