Eine Journalistin, die hinschaut, mitfühlt und nicht von anderen abschreibt
Sophia Maier, die junge und mutige Kriegsberichterstatterin aus München, war auf Einladung des KVW-Bezirkes Bozen am 28. Mai im Pastoralzentrum. Das Thema lautete: „Zwischen Krieg und Hoffnung – Ein Plädoyer für Menschlichkeit.“ Der gut vorbereitete Journalist Alex Lechner interviewte sehr kurzweilig Frau Maier, die mit viel Empathie aus ihren z.T. schrecklichen Erfahrungen an verschiedenen Kriegsschauplätzen in der Ukraine, in Syrien, Israel und Gaza berichtete.
Weitgehend stützte sich das Gespräch auf das Buch „Herz aus Stacheldraht – Eine Kriegsreporterin über verlorene Menschlichkeit und die Doppelmoral des Westens“.
Wie Sophia Maier an diesem Abend erzählte, ist es für sie bei ihrer Arbeit vor allem wichtig, Fragen zu stellen und sich mit den Menschen vor Ort zu unterhalten. Nur so erfährt sie die unzähligen und unfassbaren Schicksale von Männern, Frauen und Kindern, die alles verloren haben und vor dem Nichts stehen. Ihre Begegnungen erzählen von Schmerz und Verlust, aber auch von Würde, Widerstandskraft und Hoffnung – und davon, wo die blinden Flecken westlicher Politik liegen.
Der SPIEGEL-Bestseller „Herz aus Stacheldraht“ ist ein Reportagebuch von Sophia Maier aus verschiedenen Krisen- und Kriegsregionen der Welt und ein Plädoyer für unverhandelbare Menschenrechte. Der Titel des Buches bezieht sich auf ein Herz, das ein Kind in einem Flüchtlingslager aus Stacheldraht geformt und der sympathischen Journalistin geschenkt hat.


