KVW, der größte Sozialverband Südtirols, kämpft für Frieden.

Landesobmann Werner Steiner hat bei der Landesversammlung des Katholischen Verbandes der Werktätigen am 16. April in Meran das Thema Frieden in den Mittelpunkt seiner Ausführungen gestellt. Hier ein Auszug davon aus dem Beginn seiner Rede!

Werner Steiner begann mit einem Zitat des Staatspräsidenten Sergio Mattarella aus dessen Rede zum 25. April 2026:

Die Diktaturen, die den Zweiten Weltkrieg ausgelöst hatten, hatten versucht, die Kriegsrhetorik zu einem Wert zu erheben. Gegen ihren Plan erhob sich – und erhebt sich noch immer –aus den Reihen der zivilen Opfer, der gefallenen Soldaten und der Opfer der Konzentrationslager ein einziger Ruf: Frieden. Frieden für jeden Menschen. Frieden als Recht jedes Volkes. Frieden für jedes Land. Das ist der Sinn des Widerstands. Sich der Gewalt des Menschen gegen den Menschen zu widersetzen.“

In diesem Sinne ist auch unser diesjähriges Jahresthema zu verstehen: „Suche Frieden und jage ihm nach.“
Die Vorgehensweise Russlands gegen die Ukraine wird von uns allen als inakzeptabel empfunden. Die Entführung eines ausländischen Staatsoberhaupts durch den amerikanischen Präsidenten Trump sowie die Anstiftung eines Krieges mit dem Iran sind als beispiellose Ungeheuerlichkeiten zu betrachten. Die vorliegenden Verletzungen des Völkerrechts haben signifikante Auswirkungen auf die globale Situation. Die Diplomatie, die über viele Jahrzehnte als wirksames Mittel der Verständigung eingesetzt wurde, ist nicht länger ein Instrument der Politik, das auf internationaler Ebene Anwendung findet. Präsident Trump setzt nicht auf Verhandlungen, sondern lediglich auf eine militärische Eskalation der Situation. Die Behauptung, dass die Militärausgaben etwa in Europa von 2 auf 5 % des BIP erhöht wurden, lässt die Zukunft eher skeptisch erscheinen.

Es ist jedoch nicht meine Absicht, mich ausschließlich auf die Problematiken der internationalen Politik zu fokussieren. Auch in unserem Land wird bereits ein „offener Krieg geführt“. In diesem Zusammenhang stelle ich die Verwendung einer derart unanständigen Wortwahl in den sozialen Netzwerken fest.

Politiker sind auf Wählerstimmen angewiesen, und es scheint eine zunehmende Tendenz zu geben, Wählerinnen und Wähler gezielt zu manipulieren. Dies kann zu einer Destabilisierung des politischen Systems führen. Die abnehmende Wahlbeteiligung sowie die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft sind sichtbare Zeichen für diese Fehlentwicklung.

Als KVW setzen wir uns mit geeigneten Mitteln, wie der Bereitstellung von Informationen über unsere Kanäle, dem Aufrufen von Verantwortung und dem Bestreben einer offenen Kommunikation, für den Erhalt des Vertrauens in die Politik ein.

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